Über Physiotherapie

Gesundheit und Wohlergehen zu erreichen ist in der Physiotherapie, heute sowie damals, das kennzeichnende Bestreben. Ein kurzer Rückblick zeigt Ziele, Methoden und Herangehensweisen der Physiotherapie. Das moderne, ganzheitliche Verständnis von Gesundheit und Wohlbefinden ist in der Antike bekannt und angewendet worden.

Denn die erholsame Wirkung von gymnastischen Übungen, Massagen und Heilbädern war bereits damals bekannt. Den Grundgedanken der Physiotherapie entwickelte schließlich im Jahr 400 v. Chr. der Grieche Hippokrates: Er ging davon aus, dass ein gesunder Körper in einem natürlichen Gleichgewicht von Körper von Geist ist. Krankheit bedeutete daher für ihn im Umkehrschluss, dass eine Störung des geistigen und körperlichen Gleichgewichts besteht.

Dieser Grundsatz findet sich heute in vielen der zahlreichen Behandlungsformen der Physiotherapie wieder. "Physio" aus dem griechischen heißt dabei übersetzt "Natur" und "therapeia" heißt übersetzt "begleiten": 

Und so begann man wieder Anfang des 20. Jahrhunderts den Menschen wieder in seinen gesunden "Naturzustand" zurück zu "begleiten". Krankenhäuser und Ambulatorien griffen das in der Zwischenzeit in Vergessenheit geratene Wissen wieder auf. Beginnend mit Ausbildungsprogrammen für ärztliches Personal in der Photo- und Thermotherapie in Linz, Innsbruck und Wien, wurde im Verlauf des 1. Weltkrieges Behandlungstherapien für Verletzungen entwickelt. In den 20er und 30er Jahren kamen Behandlungsmethoden für den Bereich der inneren Medizin, Neurologie, Chirugie, der Frauenheilkunde und der Geburtshilfe hinzu. Nach dem 2. Weltkrieg entdeckte auch die Kinderheilkunde die Vorteile der vielfältigen und methodenreichen Bewegungsmöglichkeiten in der Nachbehandlung, aber auch in der Prävention von Krankheiten.

Durch die zunehmende Vielfalt der Therapien entwickelte sich die Physiotherapie zu einem eigenständigen Beruf. Die Beseitigung des Schmerzes stand dabei im Vordergrund, so dass dies vorrangiges Ziel einer Therapie war.

Im gegenwärtigen Ansatz der Physiotherapie wird der Mensch in seiner Gesamtheit von Körper, Psyche, Geist und den Zusammenhängen seines Umfeldes, das auf die Gesundheit einwirkt begriffen. Die Einsicht, dass also der Mensch mehr sein muss als die bloße Beseitigung einer Funktionsstörung, fordert ein umfassendes therapeutisches Wissen. 

Ob in diesem mit dem antiken Wissen vergleichbaren Ansatz der Beweis liegt, dass die Griechen mit dem Grundsatz vom natürlichen Gleichgewicht des Menschen richtig lagen, kann der Patient für sich selbst erfahren. 

Physiotherapie, die ein nach ärztlicher Diagnose verordnetes Gesundheitsmittel ist und die größtmögliche Bewegungs- und Funktionsfähigkeit im somatischen Bereich und geistigen Bereich anstrebt, ist daher Ziel von damals und heute.

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO greift dabei auf den griechischen Gedanken zurück: Für sie ist Gesundheit Zustand des körperlichen und geistigen Wohlbefindens. "Zur Natur des Menschen begleiten" damit auch unsere Auffassung, Herangehensweise und Bestreben.  

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"Gesundheit ist ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlergehens und nicht nur das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen" (WHO)